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Wolfgang Taeger Wolfgang Taeger
 
 
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Stellen Sie sich vor, es ist Krise und keiner unternimmt etwas

 

Guten Tag,

die Häufigkeit von Krisen nimmt in der letzten Zeit erschreckend zu und auch das Ausmaß erreicht schwindelerregende Dimensionen. Ob es nun Finanz-Rettungspakete sind, die nicht mehr in Millionen, sondern nur noch in Milliarden gerechnet werden, ob es Aschewolken sind, die massiv in den Flugverkehr eingreifen oder Ölbohrungen in übergroßer Tiefe, die sich nicht mehr beherrschen lassen, die Beeinträchtigungen für das normale Leben vieler Menschen werden größer und mit ihnen die Angst, dass sich diese Krisen weder ‚mit der Zeit heilen’ lassen, noch mit der Haltung ‚Solange ich nicht betroffen bin, interessiert mich das Problem nicht’.

 


An Grenzen stossen

Vielen wird klar, dass unsere gewohnten Formen von Leben, Arbeiten und Wirtschaften an Grenzen gestoßen sind, die sich nicht mehr durch bessere Technik oder mehr Anstrengung oder mehr Kapital überwinden lassen.

Es gibt aber auch noch andere Krisen, die nicht plötzlich auftreten und Menschen nicht sofort zum Handeln veranlassen. Es gibt Krisen, die langsam wachsen, die ‚unmerklich’ größer werden, an die sich Menschen anpassen, weil sie immer nur ‚in kleinen verdaubaren Portionen’ größer werden. Nennen wir sie einfach die Wachstums-Krisen. Am Anfang sind sie so klein, dass niemand ernsthaft von einer Krise sprechen würde. Wenn sie wachsen, dann gibt es mitunter schon erste Mahner, die die krisenhafte Entwicklung voraussehen und auf Änderung drängen. Und je mehr die Krise wächst, desto mehr Menschen erkennen die Krise zwar, unternehmen aber nichts, solange sie nicht selbst betroffen sind.


Probleme erwachsen zu Krisen

Menschen sind vielleicht ähnliche Gewohnheitstiere wie Frösche. Wenn ein Frosch in ein Gefäß mit heißem Wasser geworfen wird, wird er sofort herausspringen. Wenn derselbe Frosch aber in ein Gefäß mit kalten Wasser gesetzt wird und dieses dann langsam erhitzt wird, bleibt er darin, bis er irgendwann gekocht wird.

Das Wachstums-Paradigma unser heutigen Wirtschaft ist zu einer solchen Wachstums-Krise geworden. Wer heute im Arbeitsleben steht, kennt die jährlich wachsenden Ziele und die kontinuierlich steigende Arbeitslast ganz genau. Globale Märkte wachsen immer langsamer (oder stagnieren) und konsequenterweise steigt die Verdrängungsdynamik der Unternehmen in gleichem Maß an. Der Arbeitsmarkt zeigt genau die gleiche Entwicklung. „Ich muss nur besser sein (und bleiben), als mein Kollege, dann kann mir so schnell nichts passieren.“ Jeder ist froh, wenn er wenigstens noch seinen Arbeitsplatz behält – egal wie schlimm sich die Arbeitsverhältnisse auch entwickelt haben mögen.

Schon die 45-jährigen machen sich inzwischen Sorgen um ihre berufliche Zukunft. Mobbing nimmt in vielen Firmen dramatische Formen an und wird kaum noch tabuisiert. Die Burnout-Fälle erobern sich gerade Spitzenplätze in der Statistik der Arbeitskrankheiten. Ich höre immer öfter in Gesprächen: „Wenn ich irgendeine Alternative hätte, würde ich hier sofort aufhören.“ Mitarbeiter erscheinen zur Arbeit, obwohl sie definitiv krank sind. „Ich habe Angst meinen Job zu verlieren, wenn ich wegen Krankheit ausfalle.“ Arbeit wird von Vielen sinnentleert wahrgenommen und Kollegialität häufig nur noch als rücksichtsloser Verdrängungswettbewerb, der die Grenzen gesunder Konkurrenz bereits überschritten hat.


Auswege

Wenn ich frage: „Welchen Ausweg siehst Du für Dich?“, dann bekomme ich meist nur ein lapidares Schulterzucken. Dabei sind sich die Gepeinigten über ihre Situation im Hamsterrad vollkommen klar. Wenn das Rad langsamer laufen soll, dann müssen alle gleichzeitig im Rad langsamer werden. „Wenn ich allein langsamer werde, falle ich als einziger hin und purzele dann schnell aus dem Rad.“ Der Mechanismus ist also sonnenklar – aber zuerst müssen die Anderen anfangen. So schaut jeder auf den Anderen – und jede kleinste Geschwindigkeitssteigerung im Rad wird sofort mitgemacht.

Wenn man dieses Beispiel zu Ende denkt, dann erzeugt dieses Hamsterrad-Geschwindigkeits-Wachstums-Prinzip ein ernüchterndes Ergebnis: Es hinterlässt eine Menge von Verlieren und einen einzigen Gewinner – nämlich den Letzten im Hamsterrad, der dann allein seine Geschwindigkeit so bestimmen kann, dass sie ihn nachhaltig nicht überfordert.

Diese Wachstums-Krise von ‚schlechter’ Arbeit wird sich nur ändern lassen, wenn zwei Faktoren zusammen wirken:

  1. Jeder Einzelne fängt selbst an, für sich und seinen Verantwortungsbereich Änderungen vorzunehmen, die aus der Krise heraus führen.
  2. Die alleinige Gültigkeit des wirtschaftlichen Wachstums-Prinzips wird relativiert und mit dem Prinzip des nachhaltigen Wirtschaftens ergänzt.

Wenn Sie sich jetzt fragen, ob dieser zweite Faktor nicht im Widerspruch zu den geltenden Marktgesetzen, den herrschenden Theorien der Wirtschaftswissenschaftler und den globalen politischen Entscheidungen steht, dann denken Sie doch einmal darüber nach, was das Handeln von älteren und reicheren Menschen gleichermaßen bestimmt: Das Sichern des Erreichten. Beide Gruppen setzen nicht mehr auf Wachstum, sondern auf Nachhaltigkeit. Das anfängliche Wachstum war für beide lediglich der Zweck, um mit Erreichen eines gewissen Alters bzw. eines gewissen Wohlstands ein erfülltes, verantwortungsvolles und zufriedenstellendes Leben führen zu können. Oder fragen Sie Lifecycle-Management Experten, mit welchen Maßnahmen sie die Vermarktung von Produkten aufrecht zu erhalten versuchen, die ihre Wachstumsphasen längst hinter sich haben.


Fazit

Egal welche Lebenszyklen Sie betrachten, sie bestehen immer aus einer anfänglichen Wachstumsphase, die erst langsam und dann stürmischer verläuft, um dann mehr und mehr in eine Stabilitätsphase überzugehen. Diese Reifephase gilt es solange wie möglich zu erhalten, bevor das unvermeidliche Ende des Lebenszyklus’ eintritt.

Wenn Sie mehr über das Thema „Nachhaltiges Wirtschaften“ wissen wollen, dann lesen Sie den Artikel: „Überleben Sie noch oder gestalten Sie schon?“.

Und wenn Sie für sich und Ihren Verantwortungsbereich nach Lösungen suchen, das Leben und Arbeiten nachhaltiger werden zu lassen, bin ich Ihnen dabei gerne behilflich.


Mit freundlichem Gruß
Wolfgang Täger



 

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