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Brauchen Organisationen einen Ölwechsel?

   

"Wenn es wie geschmiert laufen soll ..."

Viele bringen ihr Auto vor der großen Urlaubsfahrt
sicherheitshalber noch zum Urlaubscheck in die Werkstatt.
Wer will schon mit kochendem Motor, gerissenem
Keilriemen oder noch Schlimmeren auf der Autobahn
liegenbleiben? Der Stress der letzten Tage vor dem
Urlaub, beim Kofferpacken und schließlich bei einer langen
Autofahrt in sommerlicher Hitze ist doch schon genug. Stundenlanges Suchen einer Werkstatt, tagelanges Warten
auf Ersatzteile und spontanes Finden einer passenden
Unterkunft braucht da keiner. Und obendrein hat sich
dabei die Urlaubskasse auch noch halbiert.

   

 


Haben Sie eigentlich schon einmal einen Gedanken daran verschwendet, ob eine Organisation oder die von Ihnen verantwortete Funktion eine regelmäßige Wartung braucht, um dauerhaft störungsfrei zu funktionieren? Braucht es auch eine Art von Ölwechsel, wenn eine Gruppe von Menschen dauerhaft und vor Allem zuverlässig wiederkehrende Aufgaben erfüllen soll, die den Leistungserwartungen ihres Umfeldes entsprechen? Wenn verschiedene Menschen eine gemeinsame Aufgabe ‚wie geschmiert’ bewältigen, ist das sicherlich nicht selbstverständlich oder gar in der Natur arbeitender Menschen liegend.

Gehen wir dieser Analogie doch für einen kurzen Gedankenmoment nach.

Wenn ein Automotor zu wenig oder gar kein Öl hat, wird er bereits nach kurzer Zeit aufgrund der mangelnden Schmierung zwischen Kolben und Zylinder sehr heiß und stirbt bei zu langer oder zu schneller Fahrt den Hitzetod durch einen kapitalen Kolbenfresser. Und wenn das Öl viel zu lange nicht gewechselt wurde, verliert es aufgrund der zunehmenden Schmutzanteile seine Viskosität und Schmierfähigkeit und erhöht das Risiko eines Motorschadens.

Der Motor von Organisationen hingegen sind die Menschen. Mitarbeiter, die eng zusammenarbeiten, müssen in ihren Aufgaben und Rollen fest miteinander verbunden sein. Und Schnittstellen zwischen einzelnen Arbeitsgruppen müssen geschmeidig und reibungslos (oder mindestens reibungsarm) zusammenwirken. Somit erhebt sich die Frage, was denn in Organisationen der Schmierstoff ist, der dem Öl im Motor gleich kommt. Bevor wir dazu eine Antwort entwickeln, lassen Sie uns die Analogie noch etwas weiter treiben.

Wenn Sie mit Ihrer Funktion oder Organisation mal im Regen stehen oder es richtig auf Sie niederprasselt, dann sollten Ihre Scheibenwischer funktionieren und die Blätter neu und das Scheibenwaschwasser aufgefüllt sein, dass keine Schlieren Ihren freien Blick behindern. Außerdem sollte sichergestellt sein, dass Ihre Lenkung nicht zu viel Spiel aufweist, das eine genaue Steuerung gerade um die Mittellage nicht zum Nervenkitzel wird. Denn Sie sitzen am Steuer Ihrer Funktion und sind hauptverantwortlich dafür, dass Ihre Funktion nicht von der Strasse abkommt.

Die Reifen einer Organisation benötigen ebenfalls den richtigen Reifendruck. Zu geringer Druck lässt den Reifen walken und vermindert die Lebensdauer erheblich. Zu hoher Druck lässt die Organisation zwar leichter laufen, da der Reifen aber nur in der Mitte Kontakt zur Fahrbahn hat, läuft er ungleichmäßig ab und verliert auch noch Seitenstabilität.

Führungskräfte müssen also dafür sorgen, dass der (Arbeits-)druck in ihrer Organisation stimmt: Nicht zu hoch und keinesfalls zu niedrig. Der Keilriemen oder die Steuerkette einer Organisation braucht ebenfalls die richtige Einstellung. Damit werden die ‚Nebenaggregate’ einer Organisation durch die Motorkraft mit angetrieben. Auch das Sekretariat, das Controlling oder eine Stabsfunktion können ihre Aufgaben nur erfüllen, wenn sie von der Motorkraft der Organisation mit versorgt werden.

Vergessen wir nicht das Licht. Wenn Sie richtig im Dunkeln stehen und mit Ihrer Funktion auch das Licht am Ende des Tunnels nicht sehen können, dann sollte das Licht Ihrer Organisation funktionieren und richtig eingestellt sein, denn sonst können Sie nur händisch im Dunkeln tappen. Auch die Zündkerzen Ihrer Organisation brauchen öfter mal einen Blick. Wenn sie verbraucht oder verrußt sind, dann springt der zündende Funke nur noch schwer oder gar nicht mehr über. Zuletzt noch die Filter: Luft- und Benzinfilter setzen sich mit der Zeit durch kleinste Verschmutzungen zu und führen dazu, dass Ihre Organisation nicht wie gewohnt beschleunigen kann, wenn Sie als Führungskraft mal richtig Gas geben müssen (Benzinfilter zugesetzt). Oder Ihr Benzinverbrauch steigt deutlich bei gleicher Leistung an, weil dem Motor zu wenig Luft für ein optimales Gemisch zugeführt wird (Luftfilter dicht).

Kommen wir zu unserer Ausgangsfrage zurück. Braucht eine Organisation einen regelmäßigen Ölwechsel? Eines dürfte schon klar sein: Jede Organisation braucht eine regelmäßige Pflege und Wartung. Und was ist nun der Schmierstoff – also das Öl – einer Organisation?

Nein, nicht das Geld, woran Sie jetzt wahrscheinlich denken. Das Geld entspricht dem Benzin! Denn der Motor Ihrer Organisation wird überhaupt nur solange laufen, solange noch genügend Benzin im Tank ist. Schließlich werden Sie Ihr Auto wenigstens am Vorabend der Reise voll tanken, selbst wenn Sie den Urlaubscheck nicht mehr geschafft haben sollten.

Der Schmierstoff einer Organisation ist ein besonderes Öl, das mit einigen Additiven veredelt wurde. Die Grundlage bildet eine gemeinsame Identität, die bewusst von allen Mitgliedern – überwiegend sogar mit Stolz – getragen wird. Es gibt eine klare Vorstellung der gemeinsamen Aufgabe und genügend Zusammenhalt und Loyalität unter den Mitgliedern, so dass auch schwierige Situationen oder Meinungsunterschiede wertschätzend und konstruktiv bewältigt werden. Führung wird als sinnvoll, nachhaltig und vorbildlich erlebt und mit zuverlässiger Loyalität von den Sich-führen-Lassenden honoriert. Ein offenes Klima des Umgangs untereinander und klare organisatorische Strukturen wie Normen sorgen für ein hohes Maß an Eigenverantwortung, das die Grundlage für eine solide Arbeitszufriedenheit und eine gute Ausschöpfung des kollektiven Leistungsvermögens liefert. Ein solches Hochleistungs-Öl gibt es allerdings nicht an Tankstellen zu kaufen, sondern muss von jeder Organisation selbst hergestellt und veredelt werden. Für einen solchen Herstellungsprozess gibt es ein paar bewährte Rezepte, die ich Ihnen gern bei einem persönlichen Gespräch vorstelle und erläutere.

Bis dahin wünsche ich Ihnen zunächst einen erholsamen und erlebnisreichen Sommerurlaub mit einer störungsfreien und nicht allzu belastenden Autofahrt. Wenn Sie dann aufgetankt mit neuer Energie und vielleicht neuen Ideen zurückgekehrt sind, dann vergessen Sie nicht, auch Ihre Funktion mit einer Wartung auf die Herausforderungen und Belastungen des zweiten Halbjahres vorzubereiten und Ihre Organisation mit frischem Öl zu versorgen.


Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Täger



 

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